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	<title>Lund in Sicht! Schweden 2009</title>
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	<description>Gib hier einen Titel ein, wenn du möchtest</description>
	<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 03:13:51 +0000</pubDate>
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		<title>Massenhafte Fleischbeschau</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 17:33:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Tjäna!
Na, wie oft hat es im Januar in Deutschland schon geregnet? Mehr als fünf Mal? Haha. Nicht so hier. Südschweden hat offenbar mit Petrus einen Hochdruckgebiet-Deal auf Lebenszeit abgeschlossen. Wenn bisher Niederschlag vom Himmel gekommen ist, dann ausschließlich in kristalliner Form.  So auch heute wieder, wie das Bild in den Innenhof meines Studentenwohnheims eindrucksvoll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tjäna!</p>
<p>Na, wie oft hat es im Januar in Deutschland schon geregnet? Mehr als fünf Mal? Haha. Nicht so hier. Südschweden hat offenbar mit Petrus einen Hochdruckgebiet-Deal auf Lebenszeit abgeschlossen. Wenn bisher Niederschlag vom Himmel gekommen ist, dann ausschließlich in kristalliner Form. <a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/tyVVnhFQpINbW6yGfblS0A?authkey=zAj3Fsfl3kw&#038;feat=embedwebsite"><img alt="" src="http://lh3.ggpht.com/_iIb1HmzU-zM/SYmx_hmzqeI/AAAAAAAAAGM/gWLDU4BADBk/s144/100_3562.JPG" class="alignright" width="144" height="108" /></a> So auch heute wieder, wie das Bild in den Innenhof meines Studentenwohnheims eindrucksvoll zeigt.<br />
Hoffen wir, dass der Preis für den Winter-Deal nicht ein verregneter Sommer ist.</p>
<p>In genau dieses Wohnheim namens Delphi (es gibt auch noch eins mit Namen Sparta - ich warte auf das erste Abendessen, das dort stattfindet, damit ich endlich den &#8220;Spartans! Tonight we dine in hell!&#8221;-Witz bringen kann) bin ich jedenfalls Anfang der Woche umgezogen. Wohnheim ist untertrieben, autarke Studentenstadt trifft es besser. Statistisch gesehen leben über 3% der gesamten Bevölkerung Lunds in Delphi. Deshalb gibt es hier auch ein Schwimmbad, ein Fitnessstudio, eine Pizzeria, einen Pub und einen Supermarkt in unmittelbarer Nähe. Weitere logisch naheliegende Konsequenz: Es vergeht kein Wochenende ohne eine saftige Flurparty in Kriechdistanz. </p>
<p>In meiner alten Bude war letzte Woche für drei Tage das Internet im Eimer. Das verwundert vor allem vor folgendem Hintergrund: Wenn irgendwas online erledigt werden kann, erledigt ein Schwede es online. Das ging schon in Deutschland bei der Einschreibung für die Uni los, setzt sich fort beim Aufladen von Telefon- oder elektronischen Busfahrkarten (noch so ein beliebtes Schwedenhobby) und kulminiert schließlich im Reservieren der Waschmaschinenzeiten im Wohnheimkeller: <a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/YYKPm33-yl6xXe5mYEtdAw?authkey=zAj3Fsfl3kw&#038;feat=embedwebsite"><img alt="" src="http://lh3.ggpht.com/_iIb1HmzU-zM/SYmw61J-tdI/AAAAAAAAAFo/LiNiFCFm52g/s144/Waschmaschinenplan.JPG" class="alignnone" width="144" height="90" /></a></p>
<p>Interessant ist auch das Angebot der Stadtbücherei. Ich wollte mir ein wenig britische Zerstreuungsliteratur ausleihen und rannte stattdessen beinahe das Regal für deutschsprachige Autoren um. Sollte sich ein Schwede allerdings anhand dieses Regals einen Überblick über den Stand der Literatur aus dem Land der Dichter und Denker machen - er wäre leicht irritiert. Einem einzigen Band von Goethe standen sieben Bücher von Elke Heidenreich gegenüber, und während Schiller gar keine Aufnahme in den erlesenen Zirkel fand, war Petra Hammesfahr mit gleich vier langweiligen Krimis vertreten. Dafür war das englische Regal dann ganz ordentlich sortiert, und außerdem ist die Mitgliedschaft ein geschenkter Gaul.</p>
<p><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/zi6sPyQyAcx4DDUuzAfLZg?authkey=ie8ZjeB2LnQ&#038;feat=embedwebsite"><img alt="" src="http://lh4.ggpht.com/_iIb1HmzU-zM/SYm7Jh7UMBI/AAAAAAAAAHY/qx4sN6MT4qY/s144/ikdc.jpg" class="alignleft" width="102" height="144" /></a>Meine Vorlesungen (Ich studiere tatsächlich noch!) finden übrigens derweil im erlesenen Ingvar Kamprad Design Center statt. Das bedeutet zwar nicht, dass wir in den Veranstaltungen auf Poäng-Sesseln schaukeln oder die Gardinen aus Stoff Hedda Blom (ein großartiger Bettbezug übrigens) geschnitten sind. Aber der gute Ingvar hat zumindest bei der Fassadengestaltung seine tattrigen Finger im Spiel gehabt, in einem Maße, dass man sich vor lauter Teakholz und Glas wie in der Gartenmöbelabteilung des Ikeakatalogs fühlt. Die Veranstaltungen selber drehen sich um Analysemethoden für Luftverschmutzung und sind zu 50% ein Beweis dafür, dass doch nicht jeder Schwede perfekt englisch spricht. Herr Anders Sowieso macht jedenfalls auffallend häufig Gebrauch vom zuverlässigen Universalwort &#8220;thing&#8221;.</p>
<p>Eine weitere Vorliebe der Schweden ist übrigens das biedere Anstellen. Der alte Witz &#8220;Was machst du, wenn du in der Wüste eine Schlange siehst?&#8221; - &#8220;Na, ich stell mich hinten an!&#8221; muss von einem Wikinger erfunden worden sein. Ob beim Metzger, ob bei Behördengängen, überall zieht man eine Nummer und reiht sich ein wie auf einem Fließband. Die schönste Episode diesbezüglich habe ich beim Umzug nach Delphi erlebt: Der Bus traf an der Haltestelle ein, alle Türen öffneten sich und luden zum Einstieg in die warme Heizungsluft. Nur nicht die vordere, da der Fahrer erst noch die Quittungspapierrolle wechseln musste. Ich kümmerte mich nicht weiter drum, wuchtete mein Gepäck durch die mittlere Tür, steckte meine Karte ins Lesegerät und machte mich breit. Doch niemand folgte mir! Die braven Schweden warteten beharrlich in einer locker zehn Menschen zählenden Reihe im -30° kalten, jede Beaufortskala sprengenden Wind vor der Fahrertür! Und als sie eingestiegen waren, lächelten sie mich ob meines Berges aus Taschen und Tüten an. Ich erntete nichtmal böse Blicke für mein rüpelhaft verfrühtes Bus-Boarding. Moralisch erhaben, freundlich gesinnt und nachsichtig sind sie also auch noch. Als wäre es nicht genug, dem gemeinen hässlichen Kontinentaleuropäer die genetische Überlegenheit sowieso schon an jeder Straßenecke um die Ohren zu hauen. Eine der stets überdachten und windsicher gebauten Bushaltestellen nennt sich übrigens &#8220;Smörlyckan&#8221; - übersetzt Butterglück. Na herzlichen Glückwunsch.</p>
<p>Der gestrige Abend hielt, um jetzt einen elliptischen Bogen zur Überschrift zu schließen, ein Massen-Sauna-Event bereit. Schon mal 50 schwitzende Mittzwanziger beider Geschlechter, verteilt auf drei Etagen, in einem hölzern getäfelten Raum gesehen? Es sieht von außen aus wie ein schlechter Freie-Liebe-Porno aus den Siebzigern. Ohne das Gestöhne natürlich. Aber dafür hatten wir Bier, das famose erste Album von Röyksopp im wasserdichten Sauna-CD-Player und Schnee zum Abkühlen auf dem angeschlossenen Balkon. Es war, um das häufig überstrapazierte und überflationär gebrauchte Adjektiv endlich mal in einem passenden Rahmen zu benutzen - &#8220;awesome&#8221;.</p>
<p>Ich muss nun flugs einen der grünen, umweltfreundlichen Stadtbusse erwischen, um noch schnell in den Systembolaget, den staatlichen Alkostore, zu kommen. Der lässt hier zu wahrlich unchristlichen Zeiten die Jalousien runter: wochentags um 18, samstags um 15 Uhr! Kein Wunder, dass die Schweden sich den ganzen Scheiß selber aus Haushaltsabfällen brennen.</p>
<p>Ich habe des weiteren ein Online-Fotoalbum eingerichtet, wo ich hin und wieder mal ein paar Schnappschüsse hochladen werde.<br />
Das hier ist die Adresse: http://picasaweb.google.com/schorschinho/</p>
<p>Macht es gut, meine Lieben! </p>
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		<title>Comedypolizisten und frühe Vögel</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 22:03:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschätzte Heimatgemeinde!
Ich bin der neue Eintrag hier und mein Name ist Godot. Jaja, ich habe lange auf mich warten lassen. Brüller für Literaturfreunde zum Anfang. Tusch, Feuerwerk, Literaturnobelpreis mit 24, Drogen, Absturz, Pflegeheim. 
Zurück zu mir: Was lange währt, wird endlich gut. Nachdem ich mich tagelang durch den schwedischen Dschungel schlagen musste, habe ich nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geschätzte Heimatgemeinde!</p>
<p>Ich bin der neue Eintrag hier und mein Name ist Godot. Jaja, ich habe lange auf mich warten lassen. Brüller für Literaturfreunde zum Anfang. Tusch, Feuerwerk, Literaturnobelpreis mit 24, Drogen, Absturz, Pflegeheim. </p>
<p>Zurück zu mir: Was lange währt, wird endlich gut. Nachdem ich mich tagelang durch den schwedischen Dschungel schlagen musste, habe ich nun endlich eine verlassene Jagdhütte gefunden mit 16MBit-Standleitung. Spaß. Bloggen ist anstrengend, deswegen machen es so wenige Menschen.</p>
<p>Die erste Woche in Lund ist rum. Gerd Rubenbauer würde sagen: Zeit für ein erstes Fazit. Verrückte Leute kennengelernt, in einer netten WG untergekommen, aber noch nicht die ganz ganz große Abrissparty gefeiert - also ungefähr die DVD von American Pie nach drei Minuten Spielzeit. </p>
<p>Mein Zimmer verhält sich zum Lunder Stadtkern wie das billigste Zimmer im Chelsea Hotel zu New York: für seine Größe sündhaft teuer, aber äußerst charmant und mittendrin statt nur dabei! Zu Fuß geht man ungefähr zwei Minuten zur bekanntesten (und mutmaßlich einzigen) überregional bekannten Sehenswürdigkeit, der gotischen Domkirche (Domkyrkan). Wenn Schnee liegt und man Indoor-Fußballschuhe anhat, weil man gerade vom Sport kommt, ist übrigens ungefähr die vierfache Zeit vonnöten, da Kopfsteinpflaster, Schnee und adidas Samba zusammen Nitroglycerin ergeben.<br />
Leider verlasse ich die Multi-Kulti-WG aus Holland, der Schweiz, Deutschland und Kanada in wenigen Tagen, um in ein Wohnheim zu ziehen, das sich Delphi nennt. D wie Dekadenz, E wie Erasmus, L wie Leberschaden, P wie Pornographie, H wie Harter Stoff und I wie Infektionsgefahr. Verspricht ne lustige Zeit zu werden da.</p>
<p>Gelernt habe ich in den letzten Tagen mehrere Dinge:</p>
<p>- Schweden beschäftigt ausgebildete Comedians im Polizeidienst. Zumindest das Exemplar &#8216;Patrick&#8217; auf der Einführungsveranstaltung für ausländische Studenten war einer. Normalerweise müsste das schwedische Fernsehen dem Jungen einen Vertrag auf Lebenszeit geben, aber es ist zu vermuten, dass dort ähnliche Quarkbirnen wie bei RTL und Sat1 sitzen und schwedische Barths und Mittermeiers verpflichten, anstatt Patrick die Gesetze des schwedischen Straßenverkehrs deklamieren zu lassen. Der Hörsaal hat sich jedenfalls gebogen vor Lachen, und das obwohl er von dem Glatzkopf am Overheadprojektor gestenreich erläutert bekam, dass der Lunder Student fürs Stoppschildüberfahren umgerechnet 300€, pro fehlendem Fahrradlicht 50€ und für Wildpinkeln 80€ in die schwedische Infrastruktur investieren muss. Im Gegenzug ist es allerdings gestattet, im Vollrausch Fahrrad zu fahren und dabei sogar zu telefonieren, solang man keine Schlangenlinien fährt. Segensreich außerdem: aufgrund der langen studentischen Tradition Lunds ist es hier erlaubt, auf der Straße Alkohol zu verzehren - im benachbarten Malmö zahlt man Strafe.</p>
<p>- Schwedische Studentenstädte sind ein Biotop für Paarungsverhaltensforscher. Zumindest kursiert hier ein Sprichwort: Wenn man hier mit sieben verschiedenen Leuten in der Kiste war, hat man über zwei Ecken jeden Einwohner Lunds indirekt mit flachgelegt. Das klassische <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine-Welt-Ph%C3%A4nomen">Kleine-Welt-Phänomen</a> von Milgram, endlich praktisch angewandt!<br />
Erfahren habe ich das Ganze von einer Schwedin, die es wissen muss: sie ist Vorsitzender der nach eigener Auskunft &#8220;naughtiest nation&#8221;. Nation? Nicht Schweden an sich! &#8220;Nations&#8221; sind hier die Studentenverbindungen. Von der Mitverantwortlichkeit für Alkoholprobleme unter Studenten her spielen sie eine ähnliche Rolle wie in Deutschland, nur ohne die lästigen Zugaben wie Fechten, albernes Burschenschaftsgehabe oder Pflichtschärpen. Dafür organisieren die insgesamt 13 Lunder Nations jeden Abend Parties, günstige Mittagstische, Ausflüge, Sportevents, Reisen, Parties, Konzerte, poetry slams, erwähnte ich Parties? Die Nations bilden also das Rückgrat des studentischen Lebens hier in Lund. Auf deren Parties kann man sich übrigens für wenig Geld gepflegt die Kommode lackieren. Dürfte eine der Säulen ihres Erfolges sein!</p>
<p>- Schwedens Wurmpopulation muss erschreckend niedrig sein, zumindest unter Akademikern gibt es nämlich hier verdammt viele frühe Vögel. Manche Kurse beginnen tatsächlich um 8.15 Uhr. Warum nicht gleich 4.30 oder 3.11? Dankbarerweise übernimmt allerdings zumindest am Montagmorgen um Mitternacht Uhr die Lunder Müllabfuhr den Weckdienst für die Bürger, indem sie mit Pearl-Harbor-Gedächtnislautstärke auch den letzten REM-Schläfer in die Woche sprengt.</p>
<p>- Zu guter Letzt unnützes Wissen für alle Ikeafreunde: Der Hot Dog kostet hier umgerechnet lediglich 50 Cent und wird auf der nach oben offenen Dagobert-Duck-Schnäppchenskala lediglich vom weißen Handtuch für 2 Kronen (20 Cent) outperformt. Kleines Gedankenspiel zum Schluss: In Schweden bekommt man entweder 400 blütenweiße Handtücher oder einmal Wildpinkeln bei Tageslicht mitten auf dem Rathausplatz von Lund.</p>
<p>Darauf ein Prosit auf dieses fortschrittliche Land!</p>
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		<title>Prima leben und sparen</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 18:08:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Man liest ja immer, dass die Schweden so viel Geld haben, dass sie sich theoretisch mit ihren Geldscheinen die Wohnzimmer tapezieren könnten, wenn sie nur wollten. Weil sie aber von den Farben der Kronenscheine Augenleiden bekommen würden, geben die feinen Herrschaften ihr Geld lieber mit vollen Händen aus, in erster Linie für Lebensmittel und überteuerten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man liest ja immer, dass die Schweden so viel Geld haben, dass sie sich theoretisch mit ihren Geldscheinen die Wohnzimmer tapezieren könnten, wenn sie nur wollten. Weil sie aber von den Farben der Kronenscheine Augenleiden bekommen würden, geben die feinen Herrschaften ihr Geld lieber mit vollen Händen aus, in erster Linie für Lebensmittel und überteuerten Alkohol. Soweit das Klischee. Wenn das wirklich stimmt, bin ich in der ärmsten Stadt Schwedens gelandet, denn bisher ist alles genauso bezahlbar oder unbezahlbar gewesen wie in Düsseldorf auch:</p>
<p>- extra große Falafel 25 Kronen, entspricht weniger als 2,50€. Wollte mich beim Bestellen der Falafel als sprachgewandter Beinaheschwede präsentieren und begrüßte den Mann am Tresen mit dem schulbuchmäßigen Satz &#8220;En stor falafel, tack&#8221;. Mit der Nummer wäre ich auch fast durchgekommen, leider durchkreuzte der Ganove meine Pläne mit einer Gegenfrage, die sich anhörte wie drei Meter Frosch im Hals und als Frage nach der gewünschten Sauce herausstellte. Ich antwortete souverän mit &#8220;Ähhh&#8230; Pardon?&#8221;, wurde mit einer englischen Übersetzung belohnt und alsbald als Deutscher identifiziert, da der weißbeschürzte Mann von &#8220;Lunda Falafel&#8221; natürlich jahrelang in Thüringen gelebt und mehrfach in Düsseldorf war. Da bist du gefühlt am Polarkreis und im Dönerladen sind dieselben Pappnasen wie zu Hause!</p>
<p>- Dann ließ ich mich im staatlichen Alkostore von zwei einheimischen Studenten bezüglich der besten Bierwahl beraten, da ich mir angesichts der Vielfalt an mir neuen Bierprodukten vorkam wie ein Vierjähriger beim ersten Toys&#8217;r'us-Besuch. Die Wahl fiel nach eingehender Beratung auf zwei lokale Brauereierzeugnisse zum Preis von ca. nem Euro pro Büchse. So schlimm ist das wirklich nicht. Bei der Gelegenheit teilten mir meine offensichtlich gerne betäubten Helfer mit, dass sie persönlich ja auf das Zeug schwören, wo &#8220;10%&#8221; auf der Dose steht, und damit ist keine Rabattaktion gemeint: &#8220;You drink four of them and are totally wasted! We always buy this!&#8221; Ich hab den Geschmackstest vorerst verschoben.</p>
<p>Die Stadt ist, was ich bisher gesehen habe, recht &#8220;urig&#8221;, wie man 1964 gesagt hätte. Kopfsteinpflaster, verwinkelte Gassen, viele Fahrräder, nette kleine Geschäfte, lustige Worte auf den Schildern (bisherige Highlights: Guldsmyd, Pepperkaka). Erinnert an Städtchen wie Marburg, Münster oder Trier. Leider musste ich heute ziemlich lange auf meinen Obervermieter warten, der die Miete einkassieren wollte, daher war die Erkundungstour eher ein Abklappern von Straßenecken auf der Suche nach einem anständigen Bankautomaten. Aufgetaucht ist der Obervermieter übrigens immer noch nicht. Wenigstens habe ich so die ein oder andere Mütze Schlaf nachgeholt, in meinem netten kleinen Zimmer in einer 5er-WG mit einem Holländer, einem Schweizer und zwei Kanadiern. Ob es hier wohl auch Schweden gibt?</p>
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		<title>Schwedische Eröffnung</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 22:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Bäms, da isser. Hässliche Headergrafik, aber nicht mal Herr Klinkhammer hats mit diesem komischen Fotoprogramm hingekriegt. Das will was heißen. Wie auch immer. Die Adresse dieser Webseite ist das Ergebnis eines zweistündigen Wortspielbrainstormings. Nicht mal Bernd Stelter hätte bei manchen Vorschlägen gelacht. Der hier ist aber das Gabelfrühstück unter den Witzen. Anyway. Mit Tagebuchblogs, finde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bäms, da isser. Hässliche Headergrafik, aber nicht mal Herr Klinkhammer hats mit diesem komischen Fotoprogramm hingekriegt. Das will was heißen. Wie auch immer. Die Adresse dieser Webseite ist das Ergebnis eines zweistündigen Wortspielbrainstormings. Nicht mal Bernd Stelter hätte bei manchen Vorschlägen gelacht. Der hier ist aber das Gabelfrühstück unter den Witzen. Anyway. Mit Tagebuchblogs, finde ich eigentlich, ist das immer so ne Sache. Meiner Meinung nach hat öffentliches Lebensprotokollieren im Internet viel von der Liveübertragung des Superbowl. Milliarden Menschen können zugucken, aber wenn man mal ganz ehrlich ist, interessiert es einen toten Sheriff. </p>
<p>Aber weil ich ja ab nächsten Sonntag (wenn das denn bis dahin alles hinhaut - habe gefühlt noch mehr zu organisieren als Bob Geldof vor Live8) für ein halbes Jahr den Schweden auf den Keks gehen werde und Schweden ein exotisches Land mit fremden Riten und unbekanntem Kulturterrain ist, musste ich jetzt auch so ein Tagebuch einrichten. Natürlich nur damit ihr die Polizei verständigen könnt, wenn hier mal zwei Wochen lang kein Eintrag war, denn dann haben mich vermutlich Stadtguerillas oder orthodoxe Rebellen in ihre Gewalt genommen. Wie gesagt, andere Länder, andere&#8230; usw. </p>
<p>Jetzt hat dieser Eintrag schon seine erste Lüge, zwei Sätze vorher. Nicht ich habe diese formidabel designte award-winning-verdächtige Seite erstellt. Eine Boeing 747 bei Schneeregen in Nepal zu landen wäre leichter gewesen als das Ding hier zu konfigurieren. Daher gilt mein besonderer Respekt natürlich dem Mann, der die Hieroglyphen damals in einer durchzechten Nacht übersetzt und gleich einen Gedichtband mitgeliefert hätte - the one and lonely Bratwurstchristian Finke! Dank wäre zuviel gesagt, Du bist halt mein 176.-bester Freund, ich finde da muss ein Zweizeiler mit einer ausgelutschten Metapher schon mal ausreichen. Du Ursula!</p>
<p>Für alle anderen sei noch gesagt: Um eure wunderschönen Gesichter und sirenengleichen Stimmen in meinem siebhaften Gedächtnis Wurzeln schlagen zu lassen, möchte ich euch noch ein paar Bier im guten alten 3 Amigos in der Altstadt spendieren. Bierhasser dürfen auch gern die Spezialität des Hauses ausprobieren. Freitag, den 9.1., so ab 22h würde dafür der Startschuss fallen. Weitersagen!</p>
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